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Die Sicherheit der NFP

Der Pearl-Index der NFP nach festen Methodenregeln (Sensiplan®) beträgt 0,4. Damit gehört sie zu den sehr sicheren Methoden.


Was bedeutet Pearl-Index?

Zur Beurteilung der Sicherheit der verschiedenen Methoden dient der Pearl-Index, der als Versagerquote angibt, wie viele von 100 Frauen im statistischen Mittel schwanger werden, wenn sie über ein Jahr hinweg mit der angegebenen Methode verhüten.

Beispiel:
100 Frauen wenden ein Jahr lang eine bestimmte Methode an. In dieser Zeit werden zwei Frauen schwanger.

Dann beträgt der Pearl-Index für diese Methode 2.


Wann ist eine Methode sehr sicher?

Je niedriger der Pearl-Index ist, desto sicherer ist die Methode. Eine Methode zählt als sehr sicher, wenn ihr Pearl-Index eine Null vor dem Komma hat.

Beispiel:
200 Frauen wenden ein Jahr lang eine bestimmte Verhütungsmethode an. In dieser Zeit wird eine Frau schwanger. Dann beträgt der Pearl-Index für diese Verhütungsmethode 0,5.


In der einen Tabelle hat die NFP-Methode einen Pearl-Index von 0,3 und in einer anderen einen Pearl-Index von 5.
Was ist richtig?

Im Internet und in Büchern finden sich häufig für ein und dieselbe Methode unterschiedliche Zahlen beim Pearl-Index. Das liegt daran, dass Hersteller oft nur die theoretische Sicherheit der Methode angeben. Andere Tabellen berücksichtigen auch Fehler, die bei der Anwendung passieren können, z.B. Kondom gerissen, Pflaster falsch geklebt, Pille vergessen.

Die Sicherheit der meisten Methoden hängt ganz entscheidend von der richtigen Anwendung ab. Ursache des Versagens von Methoden sind meistens Anwendungsfehler. Der Pearl-Index schwankt daher sehr, wenn man optimale Anwendung (Methodensicherheit) und praxisnahe Anwendung (Anwendungssicherheit) vergleicht.

 

Berücksichtigt der Pearl-Index alle Lebenslagen?

Bei der Bestimmung des Pearl-Index ist es nicht vorgeschrieben, bestimmte Vorgaben wie das Alter der Frau besonders zu berücksichtigen.

Auch gibt es keine Vorgaben, inwieweit die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs auf die Bestimmung des Pearl-Index Einfluss zu nehmen hat.

Allerdings gilt: Je länger eine Verhütungsmethode eingesetzt wird, desto genauer ist ihr Pearl-Index.
Für die Natürliche Familienplanung wird der Pearl-Index seit mehr als 20 Jahren wissenschaftlich überprüft.

 

Gibt es ein Gütesiegel für den Pearl-Index?

Die Sicherheit der NFP-Methode gemäß dem Sensiplan® Regelwerk ist so sicher wie die Pille, was durch zahlreiche wissenschaftliche Studien nachgewiesen ist.

Deshalb empfehlen deutsche und europäische Fachgesellschaften (z.B. die European Society of Contraception und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin) in ihren aktuellen  Leitlinien zur Empfängnisverhütung („Kontrazeption bei der Frau“) diese Methode zum sicheren Verhüten.

Voraussetzung für die sichere Anwendung ist: eine Frau hat gelernt, sich zu beobachten und die Sensiplan-Regeln fehlerfrei anzuwenden.

Die Studie wurde bei Frauen durchgeführt, die die Methode in einem Kurs bei einer zertifizierten Beraterin für natürliche Familienplanung erlernt haben.

In den nächsten Jahren soll auch eine neue Sicherheitsstudie erfolgen, die bestimmt, wie hoch der Pearl-Index bei Frauen und Paaren ist, die die Regeln der Sensiplan-Methode anwenden ohne einen Kurs besucht zu haben.


Kann ich selber etwas für die Sicherheit tun?

Je korrekter man eine Methode anwendet, umso besser schützt sie. Gerade beim ersten Anwenden und Kennenlernen einer Methode machen Menschen aus mangelnder Erfahrung häufiger Anwendungsfehler.

Bei der natürlichen Familienplanung (Sensiplan®) können Sie diese Fehler vermeiden, indem Sie sich von einer NFP-Beraterin die Methode erklären lassen. So nutzen Sie von Anfang an die maximale Sicherheit.